Als ich heute morgen beim Stiller ein Stöckchen beobachtete, war ich froh, dass dieser Kelch an mir vorübergegangen war. Aber ich hatte nicht mit Miss Carrie gerechnet, die mir das Ding aus dem Hinterhalt heraus vor die Füße schmiss. Ich strauchelte prompt, und nun liege ich hier auf der Nase und komme wohl nicht drumrum, ihre acht Fragen zu beantworten.
1. 40°C - drinnen wie draußen - und du musst arbeiten. Was ist deine Überlebensstrategie?
Bei meiner äußerst sperrigen Übersetzung gestern habe ich sozusagen Intervalltraining gemacht: 20 Minuten am Laptop arbeiten, bis dieser so überhitzt, dass ich anfange, sogar zwischen den Fingern zu schwitzen. (Ja, pfui, ganz recht!). Dann Laptop ausmachen, damit er abkühlen kann. Mich währenddessen in Gesellschaft von Terry Pratchett horizontal auf einem Baumwolllaken ausbreiten und kalten Saft trinken. Nach 20 Minuten den Laptop wieder einschalten und den Kreislauf von Neuem beginnen.
2. Eis am Stiel oder Eis in der Waffel?
Ähm. Beides?
3. Muss man dich bestechen, um dich ins Freibad zu bekommen, oder hast du dich dort schon häuslich eingerichtet?
Ich bin kein Fan von Freibädern und war dieses Jahr noch in keinem, was allerdings auch an akutem Mangel derselben in Köln liegen könnte. Mit Freibädern assoziiere ich zudem stacheliggelb vertrocknetes Gras unter meinen zarten Fußsohlen, Wespen, überfüllte Mülleimer, eiskalte Prä-Becken-Folterduschen und blaue Bum-Bum-Kaugummistielverpackungen, die gemeinsam mit abgefallenen Pflastern und der gelegentlichen Zigarettenkippe auf chlorstinkendem Wasser schippern.
4. Wenn ich dir eine Urlaubsreise spendieren würde, wohin würdest du fliegen, fahren, laufen, paddeln wollen?
Ehrlich gesagt, würde ich mir von Dir ein großzügig geschnittenes Wohnmobil mit bequemem Bett und komfortablem Nassbereich finanzieren lassen und damit quer durch die USA fahren. Mich verbindet mit diesem Land irgendwie eine Hassliebe; ich mag es nicht, aber es fasziniert mich wohl.
5. Was wäre dir wichtiger: Nicht im Sommer schwanger zu sein oder glückliche Kinder zu haben, die nicht bei Glatteis und Schneeregen Geburtstag feiern müssen?
Definitiv ersteres. Ich schwitze nicht sonderlich gern, und hochschwanger ist das sicher noch viel weniger lustig. Außerdem sollte die Erfahrung einer Geburtstagsfeier mit Schneeflocken-mit-dem-Mund-Fangen im dampfend heißen Außenbecken bei früh angebrochener Nacht im Wellenbad keinem Kind vorenthalten werden. Winterkinder sind auch glückliche Kinder!
6. Höllentemperaturen hin oder her -- gibt es etwas, das du auch bei größter Hitze nicht in der Öffentlichkeit tragen würdest?
Jahaaa. Einiges. Ganz oben auf der Liste, nach wirklich scheußlichen Momenten und verkrampftem Weggucken auf der Bonner Straße heute: Hotpants. Eww. Ansonsten alles, was den Bauch entblößt. Straße bleibt Straße und Schwimmbad bleibt Schwimmbad.
7. Was ist für dich das erfrischendste Sommergetränk (und bringst du es mir kurz vorbei)?
Vor ein paar Tagen habe ich Rhabarber-Jasmin-Eistee selbstgemacht, der war ziemlich gut. Aber Leuten, die mir die Kochfreundschaft kündigen, bringe ich gar nix vorbei, tsk!
8. Gibt es etwas schöneres als der Geruch von Sommerregen auf heißem Asphalt?
Ja. Aber bei Gerüchen ist das sicher ziemlich weit oben.
Da ich morgen sehr früh in den Urlaub losfliege (ha!) und noch nicht ganz fertig gepackt habe, fallen mir keine neuen acht Fragen ein. Außerdem sind traurigerweise mit den beiden oben genannten auch schon alle aktiven Bloggerbekanntschaften abgedeckt.